Einleitung
Die Grundlage für erfolgreiche Produktlistings ist eine zuverlässige Datenquelle. Vendably bietet zwei Wege, um Ihre Produktdaten zu importieren: eine direkte Verbindung zu Ihrer E-Commerce-Plattform oder den Upload einer Datei. Dieser Artikel erklärt beide Methoden, wie Feldmapping funktioniert und welche Schritte der Import durchläuft.
Die zwei Importwege: Plattformverbindung und Dateiimport
Je nach Ihrer Infrastruktur wählen Sie zwischen zwei Ansätzen:
Direkte Plattformverbindung (OAuth)
Wenn Sie Shopify, WooCommerce oder BigCommerce nutzen, können Sie Vendably direkt mit Ihrer Plattform verbinden. Diese Verbindung erfolgt über OAuth, einen sicheren Standard für Authentifizierung. Nach der ersten Verbindung synchronisiert Vendably Ihre Produktdaten automatisch und in Echtzeit.
Dateiimport (CSV, XML, JSON)
Alternativ laden Sie eine Datei mit Ihren Produktdaten hoch. Das kann einmalig geschehen oder Sie richten einen automatisierten Prozess ein, bei dem Vendably die Datei regelmäßig von Ihrem FTP-Server abruft. Diese Methode eignet sich, wenn Sie eine benutzerdefinierte Lösung nutzen oder Daten aus mehreren Quellen konsolidieren.
Echtzeitaktualisierungen durch Webhooks
Die Plattformverbindung bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber einem einmaligen Import: Webhooks. Das sind automatische Benachrichtigungen, die Ihre Plattform an Vendably sendet, wenn sich etwas ändert.
Wenn Sie beispielsweise einen Preis in Shopify anpassen, einen neuen Artikel hinzufügen oder den Lagerbestand reduzieren, erfährt Vendably das sofort. Die Daten werden in Echtzeit synchronisiert, nicht erst beim nächsten geplanten Import. Das bedeutet: Ihre Daten in Vendably sind immer aktuell, und Ihre Kanallistings erhalten zeitnah die neuesten Informationen.
Bei Dateiimporten können Sie einen Zeitplan einrichten (beispielsweise täglich), aber es gibt keine kontinuierliche Echtzeitaktualisierung wie bei einer Plattformverbindung.
Feldmapping: Rohdaten in die Vendably-Struktur überführen
Produktdaten folgen keinem universellen Standard. Jede Plattform und jede CSV-Datei hat ihre eigenen Feldnamen und Strukturen. Feldmapping ist der Prozess, bei dem Vendably versteht, welche Felder in Ihrer Quelle welchen Feldern in Vendably entsprechen.
Automatische Felderkennung
Wenn Sie eine Datei hochladen oder eine Plattform verbinden, versucht Vendably, die Felder automatisch zu erkennen. Häufige Feldnamen wie "title", "description", "price" oder "sku" werden meist korrekt erkannt.
Manuelles Anpassen des Mappings
Es kommt vor, dass die automatische Erkennung nicht perfekt ist. Vielleicht heißt Ihr Preisfeld "selling_price" statt "price", oder Sie haben ein benutzerdefiniertes Feld für Herstellerangaben. In solchen Fällen können Sie das Feldmapping manuell anpassen. Sie legen fest, welches Quellfeld auf welches Vendably-Feld abgebildet wird.
Korrekte Feldmappings sind entscheidend, denn falsch zugeordnete Felder führen zu unvollständigen oder fehlerhaften Produktdaten. Das wirkt sich auf die Listenqualität und die Genehmigung durch Kanäle aus.
Der Import-Pipeline: Fünf Phasen
Nachdem Sie eine Datei hochgeladen oder eine Plattform verbunden haben, durchlaufen Ihre Daten mehrere Verarbeitungsstufen:
1. Fetch (Abruf)
Vendably ruft die Daten aus Ihrer Quelle ab. Das kann eine Datei sein, die Sie hochgeladen haben, oder Daten, die über die Plattform-API abgerufen werden.
2. Import
Die Rohdaten werden in das Vendably-System eingelesen und gegen das Feldmapping verarbeitet. Jedes Quellfeld wird seinem Zielfeld zugeordnet.
3. Post-Process (Nachbearbeitung)
Vendably bereinigt und standardisiert die Daten. Das kann beispielsweise das Entfernen von Leerzeichen, die Umwandlung von Datumsformaten oder die Normalisierung von Kategoriebäumen sein.
4. Analyse
Das System überprüft die importierten Daten auf Vollständigkeit und Konsistenz. Es identifiziert fehlende Pflichtfelder, ungültige Werte oder potenzielle Probleme, die später zu Genehmigungsverwerfungen führen könnten.
5. Supplement-Overlays anwenden und Abschluss
Vendably kann Ergänzungen auf Ihre Produktdaten anwenden. Das können beispielsweise standardisierte Beschreibungen aus der Content-Bibliothek sein oder Bilder aus Ihrem CDN. Anschließend werden die Daten finalisiert und stehen im Product Hub zur Verfügung.
Wo finden Sie die Import-Funktionen: DataHub und Sources
Die Import-Verwaltung erfolgt in zwei Bereichen:
DataHub
Der DataHub ist Ihr zentraler Ort für Datenquellen. Hier erstellen Sie neue Verbindungen zu E-Commerce-Plattformen, laden Dateien hoch und verwalten bestehende Quellen. Der DataHub zeigt den Status jeder Quelle und die Ergebnisse der letzten Importe.
Sources
Im Bereich Sources sehen Sie eine Übersicht aller verbundenen Quellen und importierten Dateien. Hier können Sie Details wie das Feldmapping einsehen, manuelle Importe auslösen und die Importhistorie nachvollziehen.
Berechtigungen: Wer darf was tun?
Die Verwaltung von Datenquellen ist an Berechtigungen gebunden:
| Aktion | Owner | Admin | Editor | Viewer |
|---|---|---|---|---|
| Quelle erstellen oder bearbeiten | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Manuellen Import auslösen | Ja | Ja | Ja | Nein |
| Importierte Daten durchsuchen | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Feldmapping anpassen | Ja | Ja | Nein | Nein |
Owner und Admin können Quellen einrichten und das Feldmapping konfigurieren. Editor können einen bestehenden Import manuell auslösen, haben aber keinen Zugriff auf die Konfiguration. Viewer können die importierten Daten einsehen, aber keine Änderungen vornehmen.
Schritt-für-Schritt: Eine Quelle einrichten
Plattformverbindung (Shopify, WooCommerce, BigCommerce)
- Melden Sie sich bei Vendably an und navigieren Sie zum DataHub.
- Wählen Sie "Neue Quelle hinzufügen" und dann Ihre Plattform.
- Sie werden zur Authentifizierungsseite der Plattform weitergeleitet. Melden Sie sich an und genehmigen Sie den Zugriff durch Vendably.
- Nach erfolgreicher Authentifizierung importiert Vendably Ihre Produktdaten automatisch.
- Überprüfen Sie das Feldmapping in der Quellendetailseite. Passen Sie es bei Bedarf an.
- Warten Sie, bis der erste Import abgeschlossen ist. Sie können den Fortschritt im DataHub verfolgen.
- Navigieren Sie zum Product Hub, um zu bestätigen, dass Ihre Produkte korrekt importiert wurden.
Dateiimport (CSV, XML, JSON)
- Bereiten Sie Ihre Datei vor. Sie sollte Spalten oder Felder mit Produktinformationen enthalten.
- Im DataHub wählen Sie "Datei hochladen".
- Wählen Sie das Dateiformat (CSV, XML oder JSON) und laden Sie Ihre Datei hoch.
- Vendably zeigt eine Vorschau und erkennt automatisch die Felder.
- Überprüfen Sie das vorgeschlagene Feldmapping. Bearbeiten Sie es, falls nötig.
- Bestätigen Sie, um den Import zu starten.
- Der Import wird verarbeitet. Sie können den Status im DataHub sehen.
- Überprüfen Sie die importierten Produkte im Product Hub auf Vollständigkeit und Korrektheit.
Geplante Dateiimporte (FTP-Pull)
Wenn Sie regelmäßig Daten importieren möchten, können Sie einen automatisierten Prozess einrichten:
- Im DataHub wählen Sie "Geplanter Import".
- Geben Sie die FTP-Zugangsdaten an, von denen Vendably die Datei abrufen soll.
- Legen Sie einen Zeitplan fest (beispielsweise täglich um 2 Uhr morgens).
- Konfigurieren Sie das Feldmapping wie bei einem manuellen Dateiimport.
- Speichern Sie die Konfiguration. Vendably ruft die Datei nun automatisch ab und importiert sie.
So sieht erfolgreicher Import aus
Wenn alles funktioniert hat, erkennen Sie das an folgenden Zeichen:
- Quelle verbunden oder Datei importiert: Der Status in DataHub oder Sources zeigt "Erfolgreich" oder "Aktiv".
- Feldmapping bestätigt: Sie haben überprüft, dass die Felder korrekt zugeordnet sind. Preise sind im Preisfeld, Titel im Titelfeld, Bilder im Bildfeld usw.
- Daten im Product Hub sichtbar: Sie können Ihre Produkte im Product Hub durchsuchen und sehen, dass alle wichtigen Felder gefüllt sind.
- Keine kritischen Fehler: Die Importanalyse meldet keine fehlenden Pflichtfelder oder ungültigen Werte, die Kanallistings blockieren würden.
- Webhook-Synchronisierung aktiv (bei Plattformverbindungen): Wenn Sie einen Preis oder ein Bild auf Ihrer Plattform ändern, wird die Änderung innerhalb weniger Minuten in Vendably sichtbar.
Häufige Probleme und Lösungen
Feldmapping ist falsch erkannt worden
Überprüfen Sie das Mapping manuell und korrigieren Sie es. Achten Sie besonders auf Felder, die für Kanäle kritisch sind (Titel, Beschreibung, Preis, Bild).
Importdatei wird nicht erkannt
Stellen Sie sicher, dass die Datei das richtige Format hat (CSV mit Komma oder Semikolon als Trennzeichen, XML mit gültigem Schema, JSON mit korrekter Struktur). Fehlerhafte Dateien können nicht importiert werden.
Einige Produkte erscheinen nicht im Product Hub
Prüfen Sie die Importanalyse. Möglicherweise fehlen diesen Produkten Pflichtfelder. Beheben Sie die Fehler in der Quelle und führen Sie einen erneuten Import durch.
Echtzeitaktualisierungen funktionieren nicht
Bei Plattformverbindungen überprüfen Sie, ob Webhooks aktiviert sind. Im DataHub sollte der Status "Webhooks aktiv" angezeigt werden. Falls nicht, deaktivieren und reaktivieren Sie die Verbindung.
Nächste Schritte
Nach einem erfolgreichen Import können Sie Ihre Daten weiter optimieren:
- Nutzen Sie die Die Content-Bibliothek und KI-gestützte Inhaltserstellung, um fehlende Beschreibungen oder Attribute automatisch zu ergänzen.
- Richten Sie Feed-Regeln: Produkte beim Export filtern und transformieren ein, um Ihre Daten für spezifische Kanäle anzupassen.
- Optimieren Sie Ihre Produktbilder mit dem Produktbilder hosten und Kanal-Compliance über das CDN.
Zusammenfassung
Der Import von Produktdaten in Vendably ist flexibel und kann an Ihre Infrastruktur angepasst werden. Ob direkte Plattformverbindung mit Echtzeitaktualisierungen oder Dateiimport mit manueller oder automatisierter Planung: Wichtig ist, dass das Feldmapping korrekt konfiguriert ist und die Daten alle erforderlichen Felder enthalten. Sobald der Import abgeschlossen ist, stehen Ihre Produkte im Product Hub zur Verfügung und können auf alle angebundenen Kanäle verteilt werden. Regelmäßige Überprüfungen und Optimierungen stellen sicher, dass Ihre Listings vollständig, konsistent und kanalkonform bleiben.