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Criteo Produktfeed: Feldmapping und Katalog-Integration

Technische Anleitung zur Einrichtung und Optimierung des Criteo Produktfeeds mit vollständiger Feldmapping-Referenz für E-Commerce-Kataloge.

7 Min. Lesezeit 3 Aufrufe Aktualisiert am 3 Jul 2026

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    Überblick über den Criteo Produktfeed

    Criteo ist eine Retargeting- und Performance-Marketing-Plattform, die Produktdaten nutzt, um massgeschneiderte Anzeigen für Nutzer zu erstellen, die Ihre Website besucht haben oder ähnliche Produkte betrachten. Der Criteo Produktfeed bildet die Grundlage dieser Kampagnen. Ohne einen vollständigen und präzisen Feed können Ihre Anzeigen nicht korrekt ausgeliefert werden, was zu geringeren Konversionsraten und verschwendetem Werbebudget führt.

    Merchants verwenden Criteo für Performance-Marketing, um Nutzer mit dynamischen Produktanzeigen zurückzugewinnen. Die Plattform benötigt Zugriff auf aktuelle Produktdaten, um relevante Anzeigen in Echtzeit auszuliefern. Ein schlecht strukturierter oder unvollständiger Feed führt zu Genehmigungsproblemen, fehlenden Produktanzeigen und schliesslich zu niedrigeren Rückgewinnungsraten.

    Erforderliche Kernfelder und ihre Funktion

    Die folgenden Felder sind für die Genehmigung und korrekte Funktionalität Ihres Criteo-Feeds notwendig:

    Feldname Datentyp Erforderlich Zweck und Auswirkung
    id Text Ja Eindeutige Produktkennung. Muss in jedem Feed-Update identisch bleiben. Falsche oder doppelte IDs führen zu Duplikaten und Genehmigungsfehlern.
    title Text Ja Produktname. Wird in Anzeigen angezeigt. Zu kurze oder unklare Titel reduzieren die Klickrate.
    description Text Ja Produktbeschreibung. Muss aussagekräftig sein. Wird für Relevanzprüfung durch Criteo verwendet.
    link URL Ja Direkte Produktseite. Muss funktionsfähig und HTTPS sein. Fehlerhafte Links führen zur Ablehnung des Produkts.
    image_link URL Ja Produktbild. Muss mindestens 100 x 100 Pixel sein. Wird in Anzeigen angezeigt. Fehlende oder beschädigte Bilder führen zu Genehmigungsproblemen.
    availability Text Ja Verfügbarkeitsstatus (in stock, out of stock, preorder). Falsche Angaben führen zu Nutzerbeschwerde und Kontoeinschränkungen.
    price Dezimalzahl Ja Verkaufspreis. Muss mit Ihrer Website übereinstimmen. Abweichungen werden erkannt und führen zu Ablehnung.
    brand Text Ja Herstellername. Erforderlich für Produktidentifikation und Filter in Anzeigen.
    gtin Text Nein, aber empfohlen Globale Handelsnummer (EAN, UPC). Verbessert Produktidentifikation und reduziert Duplikate.
    condition Text Nein Zustand (new, refurbished, used). Erforderlich für bestimmte Produktkategorien.

    Attribute für Produktvarianten und Klassifizierung

    Wenn Ihre Produkte in verschiedenen Varianten erhältlich sind, benötigen Sie zusätzliche Felder, um diese korrekt abzubilden:

    Variantenfelder:
    - color: Farbe des Produkts. Ermöglicht Nutzern, nach Farbe zu filtern.
    - size: Grösse des Produkts. Notwendig für Kleidung, Schuhe und andere grössenabhängige Artikel.
    - gender: Zielgeschlecht (male, female, unisex). Verbessert Anzeigenrelevanz.
    - age_group: Altersgruppe (newborn, infant, toddler, kids, adult). Wird für Produktklassifizierung verwendet.
    - material: Materialzusammensetzung. Hilft Nutzern bei Kaufentscheidungen.
    - pattern: Muster oder Design. Relevant für Mode und Heimtextilien.
    - size_type: Art der Grösse (regular, petite, tall). Wird für Kleidung verwendet.
    - size_system: Grössensystem (EU, UK, US). Notwendig für internationale Kataloge.

    Klassifizierungsfelder:
    - product_type: Ihre interne Produktkategorie. Unterscheidet sich von google_product_category und wird für interne Filterung verwendet.
    - google_product_category: Google-Produktkategorie nach Nummernschema. Muss korrekt sein, da Criteo dies zur Validierung nutzt.
    - item_group_id: Gruppiert Varianten desselben Produkts. Wenn ein Produkt in Rot und Blau erhältlich ist, erhalten beide Varianten dieselbe item_group_id.

    Preisfelder und zeitbasierte Attribute

    Criteo nutzt Preisfelder zur Berechnung von Anzeigenrelevanz und zur Anpassung von Geboten:

    • sale_price: Reduzierter Preis. Wird für Anzeigen verwendet, wenn gesetzt. Muss niedriger als price sein.
    • sale_price_effective_date: Zeitraum für sale_price im Format YYYY-MM-DD/YYYY-MM-DD. Abgelaufene Aktionspreise führen zu fehlerhaften Anzeigen.
    • cost_of_goods_sold: Ihre Einkaufskosten. Wird nicht öffentlich angezeigt, aber von Criteo zur Rentabilitätsanalyse verwendet.
    • availability_date: Datum, ab dem das Produkt verfügbar wird. Erforderlich für Vorbestellungen im Format YYYY-MM-DD.
    • expiration_date: Ablaufdatum des Produkts. Kritisch für Lebensmittel und Medikamente im Format YYYY-MM-DD.

    Identifikationsfelder und Bildverwaltung

    • mpn: Herstellerteile-Nummer. Wird zusammen mit gtin zur Deduplication verwendet. Erhöht die Erkennungsgenauigkeit.
    • mobile_link: Separate Mobile-URL. Falls Ihre mobile Seite von der Desktop-Version unterscheidet, können Sie hier eine spezifische URL angeben.
    • additional_image_link: Zusätzliche Produktbilder. Trennen Sie mehrere URLs durch Kommas. Werden in erweiterten Anzeigenformaten verwendet.

    Praktische Implementierung und Feed-Validierung

    Bei der Einrichtung Ihres Criteo Feeds müssen Sie folgende Schritte durchführen:

    1. Feldmapping durchführen
    Ordnen Sie jedes Feld aus Ihrer Produktdatenbank dem entsprechenden Criteo-Feld zu. Stellen Sie sicher, dass Ihre Datenquellen (Produktverwaltungssystem, E-Commerce-Plattform) die erforderlichen Informationen enthalten. Wenn ein Feld fehlt, muss es entweder hinzugefügt oder durch einen Standardwert ersetzt werden.

    2. Datenformatierung überprüfen
    Criteo erkennt automatisch, wenn Preise falsch formatiert sind (z.B. mit Währungssymbolen), Verfügbarkeitswerte nicht standardisiert sind oder URLs ungültig sind. Bereinigen Sie Ihre Daten vor dem Upload. Beispiel: price muss als Dezimalzahl ohne Währung übermittelt werden (19.99, nicht "19,99 EUR").

    3. Bild-URLs validieren
    Alle image_link und additional_image_link URLs müssen erreichbar sein und auf tatsächliche Bilder verweisen. Testen Sie diese URLs vor dem Upload. Bilder müssen mindestens 100 x 100 Pixel gross sein, idealerweise 500 x 500 Pixel oder grösser für bessere Qualität in Anzeigen.

    4. Variantenstruktur einrichten
    Wenn Sie Varianten haben, erstellen Sie separate Zeilen für jede Variante mit derselben item_group_id. Geben Sie in den Variantenfeldern (color, size, gender) die spezifischen Werte an. Stellen Sie sicher, dass die id für jede Variante eindeutig ist.

    5. Verfügbarkeitsdaten aktualisieren
    Die availability muss täglich oder stündlich aktualisiert werden, je nach Umschlagshäufigkeit Ihrer Produkte. Wenn ein Produkt ausverkauft ist, aber Sie es als "in stock" markieren, wird Criteo Anzeigen ausliefern, die zu Nutzerunzufriedenheit führen und Ihr Konto gefährden.

    6. Preiskonsistenz sicherstellen
    Die price muss mit dem Preis auf Ihrer Website identisch sein. Wenn Ihre Website 49,99 EUR zeigt, aber der Feed 45,00 EUR enthält, wird Criteo das Produkt ablehnen oder die Anzeige deaktivieren. Nutzer, die auf die Anzeige klicken, sehen einen anderen Preis und verlassen die Seite sofort.

    7. Feed-Frequenz festlegen
    Einrichten Sie einen automatisierten täglichen oder stündlichen Feed-Upload. Manuelle Uploads führen zu veralteten Daten und Genehmigungsproblemen. Die meisten E-Commerce-Plattformen bieten automatisierte Feed-Generierung und Übermittlung.

    Häufige Fehler und deren Auswirkungen

    • Fehlende oder beschädigte image_link URLs: Produkte werden nicht in Anzeigen angezeigt. Nutzer sehen Platzhalter.
    • Falsche availability-Werte: Nutzer klicken auf Anzeigen für ausverkaufte Produkte und verlassen die Seite. Leads werden verschwendet.
    • Preisabweichungen zwischen Feed und Website: Criteo deaktiviert Anzeigen automatisch. Ihre Kampagne läuft nicht mehr.
    • Fehlende oder ungültige id: Produkte können nicht verfolgt werden. Conversions werden nicht richtig gemessen.
    • Unvollständige gtin oder mpn: Criteo kann nicht erkennen, ob zwei Feeds dasselbe Produkt enthalten. Es entstehen Duplikate.
    • Zu kurze oder generische title: Anzeigen haben niedrige Klickraten. Nutzer können das Produkt nicht identifizieren.
    • Falsch formatierte sale_price_effective_date: Aktionspreise werden nach Ablauf weiterhin angezeigt oder gar nicht aktiviert.

    Optimierungstipps für bessere Anzeigenperformance

    Detaillierte Produktbeschreibungen
    Verwenden Sie description nicht nur für Marketing-Text. Fügen Sie spezifische Produktmerkmale ein, die Nutzer suchen könnten. Beispiel statt "Hochwertiges T-Shirt" besser "Baumwoll-T-Shirt, Grösse M, Farbe Blau, Rundhalsausschnitt".

    Konsistente Kategorisierung
    Sorgen Sie dafür, dass google_product_category und product_type logisch zusammenpassen. Wenn ein Produkt als "Clothing" kategorisiert ist, sollte es nicht als "Electronics" gelistet werden. Dies führt zu Genehmigungsablehnungen.

    Variantenfelder vollständig ausfüllen
    Wenn Sie color, size oder gender nicht angeben, können Nutzer nicht nach diesen Attributen filtern. Ihre Anzeigen werden weniger relevant.

    Aktionspreise richtig setzen
    Nutzen Sie sale_price und sale_price_effective_date für zeitlich begrenzte Aktionen. Stellen Sie sicher, dass das Enddatum korrekt ist, da abgelaufene Aktionen zu fehlerhaften Anzeigen führen.

    Bildqualität
    Verwenden Sie hochwertige Bilder mit guter Auflösung (mindestens 500 x 500 Pixel). Bilder mit schlechter Qualität oder mit Text-Overlays werden von Criteo oft abgelehnt.

    Brand-Konsistenz
    Stellen Sie sicher, dass der brand-Wert immer gleich geschrieben wird. "Nike", "NIKE" und "nike" werden von Criteo als unterschiedliche Marken behandelt.

    Zusammenfassung und nächste Schritte

    Der Criteo Produktfeed ist das Fundament Ihrer Performance-Marketing-Kampagnen. Ein unvollständiger oder fehlerhafter Feed führt zu niedrigeren Konversionsraten, Genehmigungsproblemen und verschwendetem Werbebudget.

    Folgende Massnahmen sind notwendig:

    1. Alle erforderlichen Felder (id, title, description, link, image_link, availability, price, brand) müssen vollständig und korrekt sein.
    2. Variantenfelder (color, size, gender, item_group_id) müssen für Produkte mit mehreren Optionen gesetzt werden.
    3. Preisfelder (price, sale_price, sale_price_effective_date) müssen mit Ihrer Website übereinstimmen.
    4. Der Feed muss täglich oder stündlich automatisiert aktualisiert werden.
    5. Alle URLs (link, image_link) müssen erreichbar und gültig sein.
    6. Die Datenformatierung muss Criteo-Standards entsprechen (Dezimalzahlen ohne Währung, standardisierte Verfügbarkeitswerte, ISO-Datumsformat).

    Nach der Einrichtung überwacht Criteo Ihren Feed automatisch auf Fehler. Überprüfen Sie regelmässig die Genehmigungsstatus und Validierungsberichte. Beheben Sie Fehler sofort, um sicherzustellen, dass Ihre Kampagnen ohne Unterbrechung laufen.