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Google Local Inventory Feed: Feldmapping und Optimierungsanleitung

Vollständige technische Dokumentation des Google Local Inventory Feeds mit Feldspezifikationen, Abholoptionen und lokalen Bestandsdaten für die Sichtbarkeit in Google Maps und lokalen Suchergebnissen.

8 Min. Lesezeit 3 Aufrufe Aktualisiert am 5 Jul 2026

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    Überblick über den Google Local Inventory Feed

    Der Google Local Inventory Feed ermöglicht es Händlern, lokale Bestandsinformationen, Abholmethoden und standortspezifische Preise an Google zu übermitteln. Dieser Feed verbindet Online-Kataloge mit physischen Geschäftsstandorten und ermöglicht es Kunden, Produkte in lokalen Läden zu finden, zu reservieren und abzuholen.

    Der Feed wird im Google Merchant Center verwaltet und speist Daten in Google Maps, Google Shopping und lokale Suchergebnisse ein. Ohne korrekte lokale Bestandsdaten können Kunden Ihre Produkte nicht finden, wenn sie nach "Verfügbarkeit in meiner Nähe" suchen.

    Feldspezifikationen und technische Anforderungen

    Feld Datentyp Erforderlich Beschreibung Auswirkung auf Sichtbarkeit
    id Text Ja Eindeutige Produkt-ID, muss mit dem Hauptfeed übereinstimmen Verknüpfung mit Produktdatensatz; falsche IDs führen zu fehlenden Zuordnungen
    store_code Text Ja Eindeutiger Code für den physischen Geschäftsstandort Bestimmt, in welchem Geschäft das Produkt verfügbar ist; fehlende Codes verhindern lokale Anzeige
    availability Text Ja Verfügbarkeitsstatus: in stock, out of stock, backorder Entscheidend für die Anzeige in lokalen Suchergebnissen; out of stock Produkte werden nicht angezeigt
    pickup_method Text Nein Abholoptionen: buy, reserve, ship from store Beeinflusst, welche Kundenaktionen möglich sind; fehlendes Feld = keine Abholoption angezeigt
    pickup_sla Text Nein Zeitrahmen für Abholung: same day, next day, 3-5 days Höhere Priorität bei schnelleren Abholzeiten; beeinflusst Kundenentscheidung
    sale_price Dezimalzahl Nein Lokaler Verkaufspreis mit Währung (z.B. 29.99 EUR) Ermöglicht standortspezifische Preisanzeigen; unterschiedliche Preise pro Geschäft möglich
    sale_price_effective_date Text Nein Zeitraum für Verkaufspreis: YYYY-MM-DD/YYYY-MM-DD Kontrolliert, wann Sonderpreise aktiv sind; ungültige Daten führen zu Validierungsfehlern
    price Dezimalzahl Ja Regulärer Preis mit Währung Basispreis für die Anzeige; muss mit Hauptfeed konsistent sein
    quantity Ganzzahl Nein Verfügbare Menge im Geschäft Wird nicht direkt angezeigt, aber für Bestandsverwaltung und Reservierungen verwendet
    pickup_cost Dezimalzahl Nein Gebühr für die Abholung mit Währung Erhöhte Kosten können Konversionsraten senken; kostenlose Abholung wird bevorzugt
    local_shipping_label Text Nein Benutzerdefiniertes Versandetikett für lokale Lieferung Ermöglicht klare Kommunikation von Lieferbedingungen; verbessert Kundenerlebnis
    loyalty_program Text Nein Integration mit Treueprogrammen: eligible, not eligible Erhöht Attraktivität für Treueprogramm-Mitglieder; kann Konversionsrate verbessern

    Praktische Implementierung und Feldmapping

    Schritt 1: Geschäftsstandorte registrieren

    Vor dem Hochladen des Local Inventory Feeds müssen alle Geschäftsstandorte im Google Merchant Center registriert sein. Jeder Standort erhält einen eindeutigen store_code, der in Ihrem Feed verwendet wird.

    1. Navigieren Sie zum Google Merchant Center.
    2. Wählen Sie "Lokale Bestände" aus dem Menü.
    3. Fügen Sie jeden physischen Geschäftsstandort mit Adresse und Kontaktdaten hinzu.
    4. Google bestätigt die Standorte und vergibt store_code Werte.
    5. Notieren Sie jeden store_code für die Feed-Erstellung.

    Schritt 2: Feed-Struktur vorbereiten

    Ihr Local Inventory Feed muss die folgende Struktur aufweisen. Jede Zeile stellt die Verfügbarkeit eines Produkts an einem Standort dar.

    id,store_code,availability,pickup_method,pickup_sla,price,sale_price,sale_price_effective_date,quantity,pickup_cost,local_shipping_label,loyalty_program
    "SKU-001","STORE-BERLIN-01","in stock","buy","same day","49.99 EUR","39.99 EUR","2024-01-15/2024-01-31","15","0 EUR","Lieferung in 2-4 Stunden","eligible"
    "SKU-001","STORE-BERLIN-02","in stock","reserve","next day","49.99 EUR","","","8","0 EUR","Reservierung möglich","not eligible"
    "SKU-002","STORE-HAMBURG-01","out of stock","","","29.99 EUR","","","0","","",""
    

    Wichtige Punkte:

    • Jede Reihe stellt ein Produkt an einem Standort dar.
    • Dasselbe Produkt kann mehrmals vorkommen, wenn es in mehreren Geschäften verfügbar ist.
    • Felder mit Währungen müssen das Format "Betrag WÄHRUNGSCODE" verwenden.
    • Leere Felder sind zulässig für optionale Felder, aber nicht für erforderliche Felder.

    Schritt 3: Verfügbarkeitsstatus korrekt setzen

    Das availability Feld ist das kritischste Feld für die Sichtbarkeit. Google zeigt Produkte nur an, wenn der Status "in stock" ist.

    • in stock: Produkt ist verfügbar und kann gekauft oder reserviert werden.
    • out of stock: Produkt ist nicht verfügbar. Google zeigt es nicht in lokalen Suchergebnissen an.
    • backorder: Produkt kann vorbestellt werden. Dies wird nur angezeigt, wenn pickup_method "reserve" ist.

    Fehlerhafte Verfügbarkeitsdaten sind die häufigste Ursache für fehlende Anzeigen in lokalen Suchergebnissen.

    Schritt 4: Abholmethoden und SLA konfigurieren

    Das pickup_method Feld bestimmt, wie Kunden mit dem Produkt interagieren können.

    pickup_method Beschreibung Wann verwendet
    buy Kunde kauft im Geschäft oder online und holt ab Standardoption für sofortige Abholung
    reserve Kunde reserviert online und holt später ab Wenn Lagerbestände begrenzt sind oder Vorbereitung erforderlich ist
    ship from store Produkt wird vom Geschäft versendet Für Omnichannel-Erfüllung mit lokalen Lagern

    Das pickup_sla Feld gibt an, wie schnell die Abholung möglich ist:

    • same day: Abholung am selben Tag (höchste Priorität).
    • next day: Abholung am nächsten Tag.
    • 3-5 days: Abholung in 3 bis 5 Tagen.

    Schnellere SLA-Werte führen zu höherer Sichtbarkeit und besseren Konversionsraten. Wenn pickup_method "buy" ist, sollte pickup_sla "same day" sein.

    Schritt 5: Preise und Verkaufspreise verwalten

    Das price Feld ist erforderlich und muss mit dem Hauptfeed übereinstimmen. Das sale_price Feld ist optional und ermöglicht standortspezifische Sonderpreise.

    Beispiel: Ein Produkt kostet regulär 49.99 EUR, ist aber im Geschäft Berlin-01 im Angebot für 39.99 EUR.

    id,store_code,price,sale_price,sale_price_effective_date
    "SKU-001","STORE-BERLIN-01","49.99 EUR","39.99 EUR","2024-01-15/2024-01-31"
    "SKU-001","STORE-HAMBURG-01","49.99 EUR","",""
    

    Wichtig: Das sale_price_effective_date Feld muss im Format YYYY-MM-DD/YYYY-MM-DD angegeben werden. Außerhalb dieses Zeitraums wird der Verkaufspreis ignoriert. Dies ist entscheidend für zeitlich begrenzte Angebote.

    Schritt 6: Bestandsmenge und Reservierungen

    Das quantity Feld wird nicht direkt Kunden angezeigt, ist aber für die interne Bestandsverwaltung und Reservierungssysteme wichtig. Halten Sie diesen Wert aktuell, besonders wenn pickup_method "reserve" ist.

    Wenn quantity 0 ist, sollte availability "out of stock" sein. Inkonsistenzen zwischen quantity und availability führen zu Validierungsfehlern.

    Schritt 7: Abholgebühren und lokale Versandetiketten

    Das pickup_cost Feld gibt an, ob Kunden für die Abholung zahlen müssen. Kostenlose Abholung ("0 EUR") wird bevorzugt und führt zu höheren Konversionsraten.

    Das local_shipping_label Feld ermöglicht benutzerdefinierte Versandetiketten, die Kunden sehen. Beispiele:

    • "Lieferung in 2-4 Stunden"
    • "Abholen im Geschäft, Montag-Freitag 9-18 Uhr"
    • "Versand vom lokalen Lager in 24 Stunden"

    Klare Etiketten reduzieren Kundenfragen und verbessern das Vertrauen.

    Schritt 8: Treueprogramm-Integration

    Das loyalty_program Feld zeigt an, ob Kunden Treuepunkte oder Rabatte erhalten können.

    • eligible: Produkt ist für Treueprogramm-Vorteile berechtigt.
    • not eligible: Produkt ist ausgeschlossen (z.B. bereits reduzierte Artikel).

    Produkte mit "eligible" erhalten höhere Sichtbarkeit bei Treueprogramm-Mitgliedern.

    Häufige Optimierungsfehler und Lösungen

    Problem: Produkte werden nicht in lokalen Suchergebnissen angezeigt

    Ursachen:
    - availability ist nicht "in stock".
    - id stimmt nicht mit dem Hauptfeed überein.
    - store_code ist nicht registriert.
    - Feed wird nicht aktualisiert.

    Lösung:
    1. Überprüfen Sie, dass alle Produkte availability "in stock" haben.
    2. Vergleichen Sie die id Werte mit Ihrem Hauptfeed.
    3. Bestätigen Sie, dass alle store_code Werte im Merchant Center registriert sind.
    4. Laden Sie den Feed erneut hoch oder aktivieren Sie automatische Aktualisierungen.

    Problem: Preise sind falsch oder veraltet

    Ursachen:
    - sale_price_effective_date ist abgelaufen.
    - price stimmt nicht mit dem Hauptfeed überein.
    - Währungsformat ist falsch.

    Lösung:
    1. Überprüfen Sie das sale_price_effective_date Format: YYYY-MM-DD/YYYY-MM-DD.
    2. Stellen Sie sicher, dass das Enddatum in der Zukunft liegt.
    3. Gleichen Sie price mit Ihrem Hauptfeed ab.
    4. Verwenden Sie immer das Format "Betrag WÄHRUNGSCODE" (z.B. "19.99 EUR").

    Problem: Abholoptionen werden nicht angezeigt

    Ursachen:
    - pickup_method ist leer oder ungültig.
    - pickup_sla ist nicht angegeben, obwohl pickup_method gesetzt ist.
    - pickup_method und availability passen nicht zusammen.

    Lösung:
    1. Setzen Sie pickup_method auf "buy", "reserve" oder "ship from store".
    2. Geben Sie pickup_sla an: "same day", "next day" oder "3-5 days".
    3. Wenn availability "out of stock" ist, lassen Sie pickup_method leer.

    Best Practices für Feed-Optimierung

    Automatische Feed-Updates implementieren

    Manuelle Feed-Uploads sind fehleranfällig. Implementieren Sie automatische tägliche oder stündliche Updates, um Bestandsdaten aktuell zu halten. Dies ist besonders wichtig für quantity und availability.

    Standortspezifische Preisstrategien

    Nutzen Sie sale_price, um unterschiedliche Preise pro Standort zu setzen. Dies ist effektiv für:

    • Lokale Promotionen in bestimmten Regionen.
    • Wettbewerbsfähige Preise gegen lokale Konkurrenten.
    • Anreize für Kunden, in nahegelegenen Geschäften einzukaufen.

    Abholgeschwindigkeit maximieren

    Pickup_sla "same day" führt zu den höchsten Konversionsraten. Wenn möglich:

    • Bieten Sie "same day" Abholung für beliebte Produkte an.
    • Nutzen Sie "next day" für Standardprodukte.
    • Reservieren Sie "3-5 days" für Sonderbestellungen.

    Bestandskonsistenz überprüfen

    Führen Sie wöchentliche Audits durch, um sicherzustellen, dass:

    • quantity Werte mit Ihrem physischen Bestand übereinstimmen.
    • availability korrekt ist (in stock vs. out of stock).
    • Keine Duplikate oder fehlenden Einträge vorhanden sind.

    Inkonsistenzen führen zu schlechtem Kundenerlebnis und niedrigeren Konversionsraten.

    Lokale Versandetiketten nutzen

    Verwenden Sie local_shipping_label für klare, kunden freundliche Botschaften:

    • Spezifische Abholzeiten angeben.
    • Besondere Anforderungen kommunizieren (z.B. Mindestbestellwert).
    • Lokale Besonderheiten hervorheben (z.B. "Click & Collect in 30 Minuten").

    Feed-Validierung und Fehlerbehandlung

    Google Merchant Center zeigt Validierungsfehler an, wenn:

    • Erforderliche Felder fehlen (id, store_code, availability, price).
    • Datentypen falsch sind (z.B. Text statt Dezimalzahl).
    • Währungsformate ungültig sind.
    • Datumsformate nicht dem Standard entsprechen.

    Überprüfen Sie regelmäßig die Fehlerberichte im Merchant Center und beheben Sie Probleme sofort. Fehlerhafte Einträge werden von Google ignoriert und sind für Kunden unsichtbar.

    Zusammenfassung

    Der Google Local Inventory Feed ist essentiell für die Sichtbarkeit in lokalen Suchergebnissen und Google Maps. Die kritischsten Felder sind id, store_code, availability und price. Optimierungen bei pickup_method, pickup_sla und sale_price führen zu höheren Konversionsraten.

    Eine erfolgreiche Implementierung erfordert:

    1. Alle Geschäftsstandorte im Merchant Center registrieren.
    2. Tägliche oder stündliche Feed-Updates implementieren.
    3. Verfügbarkeitsdaten konsistent halten.
    4. Standortspezifische Preise und Abholoptionen nutzen.
    5. Validierungsfehler regelmäßig überprüfen.

    Händler, die diese Praktiken befolgen, erzielen bessere lokale Sichtbarkeit, höhere Konversionsraten und zufriedenere Kunden.