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AdRoll Produktfeed: Strukturierung und Optimierung für E-Commerce

Der AdRoll Produktfeed ermöglicht es Händlern, Produktdaten strukturiert zu verwalten und für Retargeting-Kampagnen sowie Google Shopping zu nutzen. Eine korrekte Feed-Konfiguration ist entscheidend für Sichtbarkeit und Konversionen.

7 min read 4 views Updated 2 Jul 2026

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    Einführung in den AdRoll Produktfeed

    Der AdRoll Produktfeed ist ein strukturiertes Datenformat, das E-Commerce-Händler nutzen, um ihre Produktinformationen zentral zu verwalten und für verschiedene Marketing-Kanäle bereitzustellen. Der Feed fungiert als Schnittstelle zwischen Ihrem Shop und Plattformen wie Google Merchant Center sowie den Retargeting-Systemen von AdRoll selbst.

    Händler verwenden Produktfeeds, um ihre Kataloge konsistent zu halten, Produktdaten automatisiert zu aktualisieren und sicherzustellen, dass Anzeigen mit genauen Informationen wie Verfügbarkeit, Preis und Bildern arbeiten. Ohne einen gut strukturierten Feed können Kampagnen scheitern oder zu schlechteren Konversionsraten führen.

    Kernfelder des AdRoll Produktfeeds

    Der Feed besteht aus einer Reihe von Feldern, die jeweils eine spezifische Funktion erfüllen. Die Qualität dieser Daten bestimmt direkt die Leistung Ihrer Marketing-Kampagnen.

    Identifikation und Basis-Informationen

    Das Feld id ist die eindeutige Kennung für jedes Produkt in Ihrem Katalog. Diese ID muss in allen Aktualisierungen konsistent bleiben und darf sich nicht ändern. title enthält den Produktnamen und sollte aussagekräftig, aber prägnant sein. Suchmaschinen und Nutzer sehen diesen Text, daher sollte er relevante Keywords enthalten, ohne zu lang zu werden.

    Das Feld brand gibt den Herstellernamen an. Dies ist besonders wichtig für Nutzer, die nach bestimmten Marken suchen, und hilft auch bei der Filterung in Anzeigen.

    Produktbeschreibung und Kategorisierung

    Die description sollte die Produktmerkmale klar darstellen. Sie wird in Anzeigen und auf Produktseiten angezeigt. Eine prägnante Beschreibung mit relevanten Details wie Material, Farbe oder Besonderheiten erhöht die Klickrate und reduziert Retouren.

    Das Feld google_product_category ordnet das Produkt einer Google-Kategorie zu. Dies ist essentiell für Google Shopping und Retargeting-Kampagnen. Verwenden Sie die offizielle Google-Taxonomie, um Kategorisierungsfehler zu vermeiden.

    Das Feld product_type ist eine benutzerdefinierte Kategorisierung für Ihr Geschäft. Sie können hier Ihre eigenen Kategorien verwenden, um Produkte intern zu organisieren.

    Verfügbarkeit und Preis

    Das Feld availability teilt mit, ob ein Produkt verfügbar ist. Zulässige Werte sind 'in stock', 'out of stock' und 'preorder'. Diese Information ist kritisch, da Google Shopping Anzeigen für nicht verfügbare Produkte nicht anzeigt.

    price ist der reguläre Verkaufspreis. sale_price wird verwendet, wenn ein Produkt zu einem reduzierten Preis angeboten wird. Das Feld sale_price_effective_date definiert den Zeitraum, in dem der Rabatt gilt. Diese Felder sind wichtig für die Anzeigendarstellung und beeinflussen die Klickrate.

    Das Feld cost_of_goods_sold wird von AdRoll für Rentabilitätsanalysen verwendet, ist aber optional. Es hilft bei der Bewertung, welche Kampagnen tatsächlich profitabel sind.

    Bilder und Links

    image_link ist die URL zum Produktbild. Dies ist das Bild, das in Anzeigen und auf Google Shopping angezeigt wird. Das Bild sollte hochwertig, gut beleuchtet und das Produkt klar zeigen.

    additional_image_link erlaubt mehrere Bilder pro Produkt. Dies ist wertvoll für Retargeting-Anzeigen, die verschiedene Perspektiven oder Varianten zeigen können.

    link ist die URL zur Produktseite in Ihrem Shop. Diese muss funktionieren und zur richtigen Produktseite führen, nicht zur Startseite.

    mobile_link ist optional und wird verwendet, wenn die mobile Produktseite sich von der Desktop-Version unterscheidet. In den meisten Fällen ist dies nicht notwendig.

    Produktvarianten und Attribute

    Die Felder color, size, age_group, gender und material beschreiben Produktmerkmale. Diese sind besonders wichtig für Kategorien wie Mode, Spielzeug oder Möbel.

    item_group_id wird verwendet, um Varianten desselben Produkts zu gruppieren. Wenn Sie beispielsweise ein T-Shirt in verschiedenen Farben und Größen anbieten, verwenden Sie dieselbe item_group_id für alle Varianten.

    size_type und size_system helfen, Größenangaben zu standardisieren. size_type kann 'regular', 'petite', 'plus' oder 'big & tall' sein. size_system kann 'US', 'EU' oder andere Standards sein.

    Identifikatoren und Barcodes

    gtin ist die Global Trade Item Number (Barcode). mpn ist die Herstellereilnummer. identifier_exists teilt mit, ob das Produkt einen eindeutigen Identifier hat.

    Diese Felder sind optional, aber Google empfiehlt sie dringend. Sie ermöglichen es Google, Produkte korrekt zu identifizieren und Duplikate zu vermeiden.

    Versand und Gewicht

    shipping_weight ist das Gewicht des Produkts in Kilogramm. Dies wird für Versandkostenberechnungen und Logistik verwendet.

    Zusätzliche Attribute

    Die Felder custom_label_0 bis custom_label_4 ermöglichen benutzerdefinierte Daten. Sie können diese verwenden, um Produkte zu markieren, beispielsweise 'bestseller', 'neu' oder 'clearance'. Dies ist wertvoll für die Segmentierung von Retargeting-Kampagnen.

    condition gibt an, ob das Produkt neu, erneuert oder gebraucht ist. Dies ist wichtig für Transparenz und rechtliche Anforderungen.

    is_bundle zeigt an, ob das Produkt ein Paket mehrerer Artikel ist. multipack gibt an, wie viele Einheiten enthalten sind.

    energy_efficiency_class ist für Elektrogeräte relevant und erfüllt EU-Anforderungen.

    promotion_id verknüpft das Produkt mit einer Promotion, um Rabatte und Angebote zu verfolgen.

    Praktische Anleitung zur Feed-Optimierung

    Feed-Struktur einrichten

    Beginnen Sie damit, eine konsistente Datenstruktur in Ihrem Shop zu etablieren. Alle Produkte sollten die erforderlichen Felder ausfüllen: id, title, description, link, image_link, availability und price. Diese sind das Minimum für einen funktionsfähigen Feed.

    Stellen Sie sicher, dass Ihre id-Werte eindeutig und unveränderlich sind. Verwenden Sie ein Nummern- oder Buchstaben-Zahlenkombinationssystem, das Sie langfristig beibehalten können.

    Datenqualität sicherstellen

    Überprüfen Sie regelmäßig, dass alle Bilder (image_link) funktionieren und hochwertig sind. Verwende aussagekräftige Produkttitel, die Keywords enthalten, aber nicht überladen wirken. Beschreibungen sollten 100 bis 500 Zeichen lang sein und relevante Merkmale hervorheben.

    Stellen Sie sicher, dass Verfügbarkeitsdaten aktuell sind. Wenn ein Produkt ausverkauft ist, aktualisieren Sie availability sofort auf 'out of stock'. Dies verhindert, dass Nutzer auf nicht verfügbare Produkte klicken.

    Kategorisierung standardisieren

    Verwenden Sie die offizielle Google-Produkttaxonomie für google_product_category. Vermeiden Sie vage Kategorien wie 'Verschiedenes'. Eine genaue Kategorisierung verbessert die Anzeigenplatzierung und die Nutzerrelevanz.

    Nutzen Sie product_type für Ihre internen Kategorien. Dies hilft bei der späteren Segmentierung von Kampagnen.

    Varianten korrekt abbilden

    Wenn Sie Produkte in verschiedenen Farben oder Größen anbieten, erstellen Sie separate Feed-Zeilen für jede Variante. Verwenden Sie dieselbe item_group_id für alle Varianten und füllen Sie color und size aus.

    Dies ermöglicht es AdRoll und Google, die richtige Variante in Anzeigen zu zeigen, basierend auf dem Nutzerverhalten.

    Preise und Rabatte verwalten

    Aktualisieren Sie price und sale_price regelmäßig. Wenn Sie einen Rabatt anbieten, füllen Sie sale_price und sale_price_effective_date aus. Dies zeigt den Rabatt in Anzeigen und kann die Klickrate erhöhen.

    Verwenden Sie custom_label_0 oder custom_label_1, um Produkte zu markieren, die gerade im Angebot sind. Dies ermöglicht später gezielte Retargeting-Kampagnen für diese Produkte.

    Benutzerdefinierte Labels für Segmentierung

    Nutzen Sie die fünf custom_label-Felder strategisch. Beispiele:

    • custom_label_0: Gewinnmarge (hoch, mittel, niedrig)
    • custom_label_1: Produktalter (neu, standard, alt)
    • custom_label_2: Zielgruppe (männlich, weiblich, unisex)
    • custom_label_3: Lagerbestand (hoch, niedrig, kritisch)
    • custom_label_4: Saisonalität (sommer, winter, ganzjährig)

    Diese Labels ermöglichen es Ihnen später, Retargeting-Kampagnen zu segmentieren und gezielt zu optimieren.

    Feed-Fehler beheben

    Überprüfen Sie regelmäßig die Fehlerberichte in Google Merchant Center und AdRoll. Häufige Fehler sind:

    • Fehlende erforderliche Felder (title, link, image_link, availability, price)
    • Ungültige URLs (Links oder Bilder, die nicht funktionieren)
    • Falsche Datenformate (z.B. Preise ohne Währungscode)
    • Kategorisierungsfehler (google_product_category nicht in der offiziellen Taxonomie)

    Beheben Sie diese Fehler zeitnah, um sicherzustellen, dass Ihre Produkte in Anzeigen erscheinen.

    Integration mit Google Merchant Center

    AdRoll arbeitet oft mit Google Merchant Center zusammen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Feed die Google-Anforderungen erfüllt. Dies bedeutet, dass Sie gtin oder mpn angeben sollten, wenn das Produkt einen Barcode oder eine Herstellernummer hat. identifier_exists sollte auf 'true' gesetzt werden, wenn diese Informationen vorhanden sind.

    Google verwendet diese Informationen, um Produkte korrekt zu identifizieren und Duplikate zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie auf mehreren Kanälen verkaufen.

    Retargeting-Spezifika

    Für Retargeting-Kampagnen sind zusätzliche Felder wertvoll. Nutzen Sie additional_image_link, um mehrere Bilder bereitzustellen. AdRoll kann diese verwenden, um abwechslungsreiche Anzeigen zu erstellen.

    Verwenden Sie custom_labels, um Nutzer basierend auf ihrem Verhalten gezielt anzusprechen. Beispielsweise können Sie Nutzer, die ein Produkt mit custom_label_0 = 'hoch' angesehen haben, mit Premium-Produkten retargeten.

    Aktualisieren Sie sale_price und sale_price_effective_date regelmäßig. Dies ermöglicht es AdRoll, dynamische Anzeigen mit aktuellen Preisen zu zeigen.

    Zusammenfassung und Best Practices

    Ein gut strukturierter AdRoll Produktfeed ist die Grundlage erfolgreicher E-Commerce-Marketing-Kampagnen. Die wichtigsten Schritte sind:

    1. Füllen Sie alle erforderlichen Felder aus: id, title, description, link, image_link, availability, price.
    2. Verwenden Sie hochwertige Bilder und aussagekräftige Beschreibungen.
    3. Kategorisieren Sie Produkte korrekt mit google_product_category.
    4. Halten Sie Verfügbarkeits- und Preisdaten aktuell.
    5. Nutzen Sie custom_labels für Segmentierung und gezielte Kampagnen.
    6. Überprüfen Sie regelmäßig Fehlerberichte und beheben Sie Probleme.
    7. Verwenden Sie item_group_id, um Varianten korrekt zu gruppieren.
    8. Nutzen Sie additional_image_link für mehrere Bilder pro Produkt.

    Durch die Befolgung dieser Praktiken werden Ihre Produkte in Anzeigen korrekt dargestellt, die Klickrate steigt und die Konversionsrate verbessert sich. Ein gepflegter Feed ist eine Investition, die sich durch bessere Kampagnen-Performance auszahlt.