Destinations

Criteo Produktfeed: Technische Dokumentation und Field-Mapping

Vollständige Anleitung zur Konfiguration des Criteo Produktfeeds mit detaillierten Feldspezifikationen, Anforderungen und praktischen Optimierungsstrategien für Merchant.

8 min read 1 views Updated 3 Jul 2026

Keine Ergebnisse gefunden

Versuchen Sie andere Suchbegriffe oder stöbern Sie in allen Hilfeartikeln.

    Überblick über den Criteo Produktfeed

    Der Criteo Produktfeed ist das zentrale Datendistributionssystem für Merchant, die ihre Produktinformationen über die Criteo Plattform an potenzielle Kunden bringen möchten. Criteo nutzt diese Produktdaten zur Personalisierung von Werbeanzeigen und zur Optimierung von Retargeting-Kampagnen. Die Qualität und Vollständigkeit Ihres Feeds bestimmt direkt, wie häufig und wie relevant Ihre Produkte in Criteo-Anzeigen erscheinen.

    Merchant verwenden den Criteo Produktfeed, um ihre gesamten Produktkataloge automatisiert zu synchronisieren. Dies ermöglicht es Criteo, Anzeigen mit aktuellen Preisen, Verfügbarkeitsstatus und Produktbildern zu erstellen. Ein gut gepflegter Feed führt zu besserer Anzeigenqualität, höheren Klickraten und letztendlich zu mehr Conversions.

    Pflichtfelder und kritische Produktidentifikatoren

    Jedes Produkt in Ihrem Criteo Feed benötigt eindeutige Identifikatoren und grundlegende Informationen. Diese Felder sind nicht optional, sondern notwendig, damit Criteo Ihre Produkte korrekt verarbeitet und in Anzeigen darstellt.

    id: Dies ist der eindeutige Produktidentifikator in Ihrem System. Dieser Wert muss konsistent bleiben und darf sich nicht ändern, sonst behandelt Criteo das Produkt als neues Produkt. Verwenden Sie interne SKU-Nummern oder andere stabile Identifikatoren. Wenn sich die id ändert, verliert Criteo den Kontext des Produkts, und historische Performance-Daten werden nicht mehr mit dem aktualisierten Produkt verknüpft.

    title: Der Produktname sollte prägnant und aussagekräftig sein (optimal 50 bis 80 Zeichen). Vermeiden Sie Duplikate oder generische Beschreibungen. Der Titel wird direkt in Anzeigen angezeigt, daher beeinflussen Klarheit und Relevanz des Titels die Anzeigenqualität und die Klickrate.

    link: Dies ist die URL zur Produktseite auf Ihrer Website. Criteo verweist Nutzer über diesen Link auf Ihr Produkt. Ein ungültiger oder nicht erreichbarer Link führt zu Anzeigenfehlern und verlorenen Conversions. Stellen Sie sicher, dass jede URL funktioniert und das richtige Produkt anzeigt.

    image_link: Die primäre Produktabbildung wird in Anzeigen angezeigt. Verwenden Sie hochwertige Bilder (mindestens 100x100 Pixel, idealer 400x400 Pixel oder grösser). Schlechte oder fehlende Bilder reduzieren die Anzeigenqualität erheblich. Criteo bevorzugt Bilder mit einfachem Hintergrund und zentralem Produktfokus.

    price: Der aktuelle Verkaufspreis des Produkts in der Währung Ihres Marktes. Dieser Wert muss mit dem tatsächlichen Preis auf Ihrer Website übereinstimmen. Abweichungen zwischen Feed-Preis und Website-Preis führen zu Benutzerverwirrung und schlechteren Conversion-Raten.

    Verfügbarkeit und Produktstatus

    Die Verfügbarkeitsinformationen sind entscheidend, damit Criteo keine Anzeigen für nicht verfügbare Produkte ausspielt.

    availability: Geben Sie den aktuellen Verfügbarkeitsstatus an (z.B. "in stock", "out of stock", "preorder"). Criteo zeigt Produkte mit dem Status "out of stock" nicht in Anzeigen an. Wenn Sie verfügbare Produkte als "out of stock" markieren, verlieren Sie Verkaufsverkehr. Aktualisieren Sie dieses Feld täglich oder bei jeder Bestandsänderung.

    availability_date: Das Datum, ab dem ein Produkt verfügbar wird (relevant für Vorbestellungen). Geben Sie das Datum im Format YYYY-MM-DD an. Criteo kann Anzeigen für zukünftig verfügbare Produkte anpassen oder Nutzer benachrichtigen.

    expiration_date: Das Ablaufdatum eines Produkts (z.B. für Lebensmittel oder zeitlich begrenzte Angebote). Nach diesem Datum sollte das Produkt aus Ihrem Feed entfernt werden. Criteo stoppt die Anzeige von Produkten mit überschrittenem Ablaufdatum automatisch.

    Preisgestaltung und Kostenfelder

    sale_price: Falls das Produkt gerade reduziert ist, geben Sie den reduzierten Preis hier ein. Der sale_price sollte niedriger sein als price. Criteo zeigt beide Preise in Anzeigen an, wenn sale_price vorhanden ist, was Anzeigen attraktiver macht.

    sale_price_effective_date: Das Zeitfenster, in dem der sale_price gültig ist (Format: Startdatum/Enddatum, z.B. "2024-01-15/2024-01-22"). Ohne dieses Feld kann Criteo nicht sicherstellen, dass der Rabattpreis zum richtigen Zeitpunkt angezeigt wird. Abgelaufene Rabatte führen zu Verwirrung und Retouren.

    cost_of_goods_sold: Ihre Einstandskosten für das Produkt. Dieses Feld ist optional, hilft Criteo aber bei der Rentabilitätsanalyse Ihrer Kampagnen. Es wird nicht öffentlich angezeigt.

    Kategorisierung und Produktklassifizierung

    google_product_category: Die Google-Produktkategorie klassifiziert Ihr Produkt in der standardisierten Google-Taxonomie (z.B. "Electronics > Computers > Laptops"). Criteo nutzt diese Kategorien zur Anzeigenplatzierung und zum Targeting. Eine falsche Kategorisierung führt dazu, dass Ihr Produkt an irrelevante Zielgruppen ausgespielt wird.

    product_type: Ihre eigene interne Produktklassifizierung (z.B. "Herrenkleidung > Hemden > Freizeithemden"). Dies ergänzt die google_product_category und hilft Criteo, Ihr Produktsortiment besser zu verstehen.

    brand: Der Herstellername oder Ihre Marke. Ein konsistenter Brand-Name über alle Produkte hinweg verbessert die Markenerkennbarkeit in Anzeigen und ermöglicht Criteo, markenbasierte Kampagnen zu optimieren.

    Identifikatoren und Produktvarianten

    gtin: Die Global Trade Item Number (Barcode) des Produkts. Falls vorhanden, sollten Sie diesen Wert eintragen. Gtin hilft Criteo und anderen Plattformen, Ihr Produkt eindeutig zu identifizieren und mit Datenbanken abzugleichen. Fehlende oder falsche GTINs können zu Duplikaten oder Matching-Fehlern führen.

    mpn: Die Herstellerteilnummer. Falls das Produkt eine MPN hat, geben Sie diese an. Dies ist besonders wichtig bei Elektronik und technischen Produkten, wo die MPN die Produktidentität definiert.

    item_group_id: Falls Sie mehrere Varianten desselben Produkts haben (z.B. verschiedene Farben oder Grössen), verwenden Sie item_group_id, um diese zu gruppieren. Alle Varianten mit derselben item_group_id werden von Criteo als zusammenhängend behandelt. Dies ermöglicht bessere Anzeigendarstellung und Nutzernavigation zwischen Varianten.

    condition: Der Zustand des Produkts ("new", "refurbished", "used"). Neue Produkte erhalten bessere Platzierungen als gebrauchte. Ein falscher Condition-Wert führt zu Vertrauensverlust und höheren Rücksendequoten.

    Detaillierte Produktbeschreibungen und Attribute

    description: Eine aussagekräftige Produktbeschreibung (100 bis 300 Zeichen). Nutzen Sie diesen Platz, um wichtige Merkmale, Materialien oder Besonderheiten hervorzuheben. Eine gute Beschreibung verbessert die Anzeigenqualität und hilft Nutzern, schneller zu entscheiden.

    color: Die Farbe des Produkts (z.B. "Rot", "Blau", "Mehrfarbig"). Wenn Sie mehrere Farben anbieten, erstellen Sie separate Produkte mit unterschiedlichen ids und color-Werten. Farbe ist ein kritisches Attribut für die Nutzersuche und Filterung.

    size: Die Grösse des Produkts (z.B. "M", "Large", "42"). Wie bei Farbe sollten unterschiedliche Grössen als separate Produkte mit unterschiedlichen ids eingegeben werden. Criteo nutzt Grösse zur Personalisierung von Anzeigen.

    size_type: Der Typ der Grösse (z.B. "regular", "petite", "plus", "tall"). Dies hilft Criteo, Grössen korrekt zu interpretieren, besonders bei Kleidung.

    size_system: Das Grössen-Klassifizierungssystem (z.B. "US", "EU", "UK", "International"). Dies ist entscheidend bei internationalen Kampagnen, um Nutzer nicht mit verwirrenden Grössen zu konfrontieren.

    material: Das Hauptmaterial des Produkts (z.B. "Baumwolle", "Leder", "Kunststoff"). Dies ist besonders wichtig bei Kleidung, Möbeln und anderen Produktkategorien, wo Material ein Kaufkriterium ist.

    pattern: Das Muster oder Design (z.B. "Gestreift", "Kariert", "Floral"). Nutzer filtern häufig nach Mustern, daher sollte dieses Feld genau sein.

    Zielgruppen-Attribute

    gender: Das Geschlecht, für das das Produkt bestimmt ist ("male", "female", "unisex"). Criteo nutzt dieses Feld zur Zielgruppensegmentierung. Ein falscher Wert führt zu Anzeigen, die an die falsche Zielgruppe ausgespielt werden.

    age_group: Die Altersgruppe (z.B. "newborn", "toddler", "kids", "adult"). Dies ist besonders wichtig bei Kinderkleidung und Spielzeugen. Falsche Altersangaben können zu rechtlichen Problemen führen (z.B. wenn Produkte für Kinder nicht für Kinder geeignet sind).

    Alternative Bilder und Mobile Optimierung

    additional_image_link: Zusätzliche Produktbilder (bis zu 10 weitere URLs). Mehrere Bilder erhöhen die Anzeigenqualität und geben Nutzern einen besseren Eindruck des Produkts. Verwenden Sie hochwertige, konsistente Bilder aus verschiedenen Winkeln.

    mobile_link: Eine mobile-optimierte URL zum Produkt. Falls Ihre Desktop- und Mobile-URLs unterschiedlich sind, geben Sie hier die mobile Version an. Criteo leitet mobile Nutzer auf diese URL weiter. Eine nicht-optimierte mobile Seite führt zu schlechteren Conversion-Raten auf Mobilgeräten.

    Praktische Optimierungsrichtlinien für Merchant

    Um Ihren Criteo Produktfeed zu optimieren und bessere Performance zu erreichen, beachten Sie folgende Praktiken:

    Datenqualität und Konsistenz: Stellen Sie sicher, dass alle Werte in Ihrem Feed exakt mit den Informationen auf Ihrer Website übereinstimmen. Besonders bei Preis, Verfügbarkeit und Bildern führen Abweichungen zu schlechten Nutzererfahrungen. Implementieren Sie automatisierte Validierungen in Ihrem Feed-Export-Prozess.

    Regelmässige Feed-Updates: Aktualisieren Sie Ihren Feed mindestens täglich, besonders für Verfügbarkeit, Preise und Rabatte. Criteo aktualisiert seine Daten auf Basis Ihrer Feed-Häufigkeit. Ein veralteter Feed bedeutet veraltete Anzeigen.

    Vollständigkeit der optionalen Felder: Während viele Felder optional sind, verbessert die Ausfüllung aller relevanten Felder die Anzeigenqualität erheblich. Ein Feed mit color, size, material und pattern ermöglicht es Criteo, präzisere Anzeigen zu erstellen.

    Bildoptimierung: Verwenden Sie hochwertige Produktfotos mit guter Beleuchtung und einfachem Hintergrund. Vermeiden Sie Wasserzeichen oder Text auf Bildern. Laden Sie mehrere Bilder pro Produkt hoch (über additional_image_link), um Nutzern verschiedene Perspektiven zu zeigen.

    Kategorisierung und Taxonomie: Verwenden Sie die Google-Produktkategorien korrekt. Falsche Kategorisierung führt zu irrelevanten Anzeigenplatzierungen. Nutzen Sie auch product_type, um Ihr Sortiment genauer zu beschreiben.

    Variantenhandling: Falls Sie Varianten haben (Farben, Grössen, etc.), erstellen Sie separate Produkte mit unterschiedlichen ids und verwenden Sie item_group_id zur Gruppierung. Dies ermöglicht es Criteo, Nutzer zwischen Varianten navigieren zu lassen.

    Preisgestaltung und Rabatte: Nutzen Sie sale_price und sale_price_effective_date, um zeitlich begrenzte Angebote korrekt darzustellen. Ein Rabatt ohne Enddatum wird irgendwann verwirrend für Nutzer. Stellen Sie sicher, dass sale_price immer niedriger als price ist.

    Verfügbarkeitsverwaltung: Aktualisieren Sie availability in Echtzeit oder mindestens täglich. Das Anzeigen von "out of stock"-Produkten führt zu Frustration und schlechten Bewertungen. Ein automatisiertes System, das Ihr Inventar mit Criteo synchronisiert, ist ideal.

    Mobile-Optimierung: Stellen Sie sicher, dass mobile_link auf eine mobile-freundliche Seite verweist. Viele Nutzer klicken auf Anzeigen von Mobilgeräten. Eine nicht-optimierte mobile Seite führt zu hohen Absprungquoten.

    Zusammenfassung und Best Practices

    Der Criteo Produktfeed ist das Fundament für erfolgreiche Anzeigenkampagnen. Eine sorgfältige Konfiguration aller Felder, regelmässige Aktualisierungen und Qualitätskontrolle führen zu besseren Anzeigen, höheren Klickraten und mehr Conversions.

    Prioritäten sollten sein: Zunächst alle Pflichtfelder (id, title, link, image_link, price, availability) korrekt ausfüllen. Dann optionale Felder wie color, size, material und additional_image_link hinzufügen. Schliesslich ein automatisiertes Update-System implementieren, das Ihren Feed täglich oder stündlich synchronisiert.

    Regelmässige Überprüfungen Ihres Feeds auf Fehler, fehlende Werte oder veraltete Informationen sind essentiell. Nutzen Sie Criteo-Berichte zur Identifikation problematischer Produkte. Ein gut gepflegter Feed ist nicht nur eine technische Anforderung, sondern ein direkter Hebel zur Verbesserung Ihrer Advertising-Performance.